Die Kunst des Schenkens – nicht nur zur Weihnachtszeit

Die Kunst des Schenkens – nicht nur zur Weihnachtszeit

Wer kennt sie nicht, die Vorweihnachtszeit: In der Stadt findet sich kein Parkplatz, die Warenhäuser sind überfüllt und die Nerven liegen blank. Mit ein wenig Planung und einer freien Schublade muss das alles nicht sein. Wie Ihr Geschenk persönlich, originell und stressfrei zu besorgen ist, erfahren Sie gleich hier.

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Wie geht es Ihnen?

Wie geht es Ihnen? Ein kurzes Lächeln und ein flüchtiger Blick und schon sind Sie gedanklich woanders. Versuchen Sie mal einen Tag lang, stets die Antwort abzuwarten. Sie werden beim Gegenüber Staunen auslösen, aber auch etwas Persönliches erfahren. Auf jeden Fall wird man Ihnen ein Lächeln schenken oder Sie ernten ein „Danke schön und Ihnen“?

Ab und zu werden wir in einem Laden gefragt, „Wie geht es Ihnen“. Dies ist als rein rhetorische Frage zu verstehen. Selten wird jedoch eine Person, die in der Dienstleistungsbranche arbeitet, vom Kunden gefragt, wie es ihm geht.

Ein Freund von mir hat in den USA beim Einchecken auf die Frage des Stewards vor dem Gate „How do you do today“ strahlend geantwortet „Fine. And how do YOU do?“ Der verdutzte Steward hielt ihn danach zurück und tauschte ihm das Economic Ticket in ein First Ticket um.

In vielen Ländern folgt auf die Begrüssung ein Kompliment, eine nette Geste, ein Lächeln oder Small Talk. Wenn wir dies in der Schweiz auch schaffen, können wir trotz hohem Schweizer Franken einige Touristen anlocken.  Am letzten WEF haben sich ein Engländer über die unfreundlichen Schweizer geäussert. Das ist doch eigentlich schade. Kostet Freundlichkeit weder Zeit noch Geld. Warum gehen wir nicht verschwenderischer um damit?

Meine Macken, Deine Macken: Leben im Grossraumbüro

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit im 2015 ist das Thema „Verhalten in Grossraumbüros“. Das Thema Grossraumbüros beschäftigt mich nun seit über 10 Jahren und ich habe es von verschiedenen Blickwickeln kennengelernt. Von der Beschaffung, als Mitarbeiterin und durch meine Tätigkeit als Knigge-Trainerin beim Unterrichten von guten Umgangsformen im Büro.

Meinen Knigge für Grossraumbüros werde ich in einem der nächsten Blogposts vorstellen. Was aber ebenso wichtig ist wie das Einhalten von ein paar elementaren Regeln, ist die respektvolle Haltung gegenüber meinen unmittelbaren Büronachbarn und die Bereitschaft, sich in andere Personen einzufühlen.

Wenn ich jemanden mag, ihn kenne und ihn verstehe, so stören mich die kleinen „Macken“ des Gegenübers viel weniger. Im Gegenteil, sie machen ihn einzigartig. Auch einmal grosszügig über die Schwächen des Andern hinwegzusehen hilft enorm und erhöht die Bereitschaft meines Gegenübers auch bei meinen kleinen Macken einmal eine Auge zuzudrücken und nicht gleich Alarm zu schlagen oder beim Chef zu reklamieren.

Die Energie, die ich benötige, weil ich jemanden nicht mag oder weil er mich stört, fehlt mir später bei der Arbeit. Vielfach entstehen aus Büronachbarschaften Freundschaften, die wir auch nach einem Stellenwechsel weiterpflegen. In diesem Sinne ist ein Grossraumbüro immer ein Gewinn, auch wenn es manchmal nicht ganz einfach ist.

Welche Erfahrungen haben Sie in Grossraumbüros gesammelt?  Ich freue mich auf die Kommentare und wünsche Ihnen alles Gute für 2015!