Ein klares Ja für die Verbindlichkeit

Mit der Aufforderung einer Marlboro Werbung im 2014 „Don’t be a Maybe“ wurden die Jugendlichen motiviert zu Ihren Werten und Abmachungen zu stehen. Die Zauderer und Zögerer, die vielfach mit „Vielleicht“ antworten, sollten motiviert werden ein klares Statement abzugeben.

Jeder der bereits einen Anlass auf Facebook kommuniziert hat, kennt das Problem: Eine defintive Anmeldung, 10 „Vielleicht“ und ein paar Abmeldungen. Das „Vielleicht“ bedeutet jedoch, möglichst lange die Option offen halten, wer weiss, vielleicht flattert ja noch eine attraktivere Einladung ins Haus. Wo bleibt hier die Verbindlichkeit?

Mit unkonkreten Versprechungen und Abwarten mit einer Zusage bis kurz vor dem Termin, werden Hoffnungen geweckt. Aussagen wie „Diesen Ausflug machen wir bestimmt bald einmal gemeinsam“ sind schnell ausgesprochen, versanden rasch, sind eben unverbindlich. „Diesen Ausflug machen wir nächstes Wochenende!“, kann eingeplant und organisiert werden, weil die Äusserung verbindlich ist. Unverbindliches „Ich gebe dir baldmöglichst Bescheid“ steht vage im Raum, auf ein verbindliches „Ich gebe dir bis heute Abend um 20 Uhr Bescheid“ ist Verlass. Natürlich nur sofern eingehalten.

Verbindlich sein – auch im Beruf!

Wer eine Arbeit nicht termingerecht abgeben kann, muss auf jeden Fall rechtzeitig seinen Auftraggeber informieren, sodass dieser sich anders organisieren kann. Oder noch besser gar, wenn eine Alternative oder ein Lösungsvorschlag dazu unterbreitet wird, um die Situation zu entschärfen. 

Wie aber gelingt es, Verbindlichkeit zu schaffen? Und was erreichen Sie damit? Dazu 5 Tipps aus dem Arbeitsalltag:

Sicherheit und Effizienz steigern – fünf Tipps zur Verbindlichkeit

1. Ausführliches Briefing
Hintergrundinformationen, Auftragsziel, Abgabetermin – je klarer Sie den Auftrag definieren, desto verpflichtender wird er. Und nehmen Sie sich genügend Zeit zur Besprechung eines Auftrages. 

2. Bedeutsamkeit der Arbeit herausstreichen
Wenn Sie die Wichtigkeit oder Dringlichkeit einer Arbeit herausstreichen und den Wert dieser Tätigkeit mit Hintergrundinformationen begründen, steigt die Chance, dass der Mitarbeiter sich mit Elan an die Aufgabe macht.

3. Hohe Erwartungen = hohe Chancen auf die Erfüllung
Wenn Sie sorgfältig abklären, welches Wissen vorhanden ist und wie hoch die Erwartungen zu setzen sind, nimmt die Chance zu, dass diese auch erfüllt werden. Lassen Sie das Gegenüber spüren, dass Sie es für kompetent halten und ihm die Aufträge zutrauen. Es wird alles unternehmen, um Ihre Erwartung zu erfüllen.

4. In die Pflicht nehmen
Wenn der Auftragnehmer selbst Termine vorschlägt, kann er in die Pflicht genommen werden, sofern er sich zeitlich nicht an seine Abmachung hält. „Es war dein Vorschlag, dass du bis ... fertig bist, ich hab mich darauf verlassen!“

5. Lob aussprechen und sich bedanken
Wird der Auftrag termingerecht ausgeführt, die Abmachung eingehalten, ist ein Lob angebracht. Zeigen Sie ihrem Gegenüber, dass Sie es schätzen, sich auf ihn verlassen zu können. Und sprechen Sie ruhig ein Dankeschön aus! 

Verbindlichkeit ist das A und O im Berufsleben. Gegenseitige Geschäftsbeziehungen bauen darauf. Ohne verbindliche Abmachungen sind diese nicht möglich. Wer unzuverlässig ist, ist aus dem Rennen. Bleiben Sie im Rennen und behalten Sie Ihre Geschäftspartner im Rennen, so erreichen Sie gemeinsam ihre Ziele.