Die Kunst des Schenkens – nicht nur zur Weihnachtszeit

Räumen Sie eine Schublade frei und gehen Sie ab sofort mit offenem Herzen und geöffnetem Portemonnaie auf Ihre Shoppingtouren. Mitte Mai sehen Sie in einer kleinen Boutique ein farbenprächtiges Foulard, das Ihrer Mutter ganz ausgezeichnet stehen würde? Gekauft und ab in die Schublade damit. Ebenso mit dem tollen Notizbuch oder mit dem Kaschmirpullover. Denken Sie dabei auch an die ganz kleinen Sachen, die sich hervorragend als kleine Geschenke für Zwischendurch eignen. Es müssen Dinge sein, die Sie spontan an den zu Beschenkenden denken lassen. Und wenn Sie das nächste Mal eingeladen sind, dann werfen Sie einen Blick in Ihre Geschenkeschublade – jetzt noch schön einpacken und fertig ist die Überraschung.

Verderbliche Waren oder Artikel mit einem Ablaufdatum können Sie natürlich nicht auf Vorrat kaufen. Notieren Sie sich solche Ideen in einem schönen Notizbüchlein, das Sie speziell für diesen Zweck nutzen und bei sich haben. Wenn Sie Ihren (Geschäfts-) Freunden aufmerksam zuhören, liefern sie Ihnen die Ideen meist gleich selbst!

Selbstgebasteltes hat bei uns einen hohen Stellenwert – genau umgekehrt verhält es sich aber in Osteuropa und Asien. Hier bedeuten selbstgemachte Geschenke, dass Ihnen die Person nicht so viel Wert ist, denn Sie wollen kein Geld für sie ausgeben. 

Blumen mag jeder, aber rote Rosen und Schmuck sind Ihrer Allerliebsten vorbehalten. Bedenken Sie gut, wem Sie ein Dutzend rote Baccara-Rosen schenken. Zudem gilt, dass zu teure und zu persönliche Geschenke den Beschenkten in Verlegenheit bringen können.

Auch Geschenke an Geschäftsfreunde müssen wohl überlegt sein. In vielen Unternehmen ist der Geschenkewert beschränkt auf CHF 50. Alle anderen Geschenke müssen abgegeben werden. Es lohnt sich, sich vorher beim Unternehmen über die Gepflogenheiten zu informieren, wenn Sie Ihr Geschenk der richtigen Person zukommen lassen wollen.

Sie sind in den Fettnapf getreten und wollen sich jetzt mit einem Geschenk entschuldigen? Eine schöne Idee, der Beschenkte wird sich sicher darüber freuen. Anders verhält es sich, wenn Sie Wiederholungstäter sind. Sie haben Ihre Frau zum wiederholten Male versetzt und bis spät in der Nacht in Ihrem Büro verbracht? Sie haben zum gefühlten hundertsten Mal den Erziehungsstil Ihrer Freundin kritisiert? Da müssen wir Sie leider enttäuschen: Da hilft auch kein Geschenk mehr.

Kleine Aufmerksamkeiten, die wenig Zeit und Geld kosten, verschenken -  damit liegen Sie immer richtig. Denn, wie sagt man so schön, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.